Highlights ab 1945

Schulchronik vom Schuljahr 1945/46 bis 2010/11

Das Fendler Schulhaus, im Jahre 1926 erbaut und im Laufe der vielen Jahrzehnte mehrmals renoviert , diente für das kleine Bergdorf bis zum Schuljahr 1994/95 als Bildungsstätte für die Fendler Jugend. Bis zum Schuljahr 93/94 wurde die kleine Bergschule einklassig geführt, d.h., über mehrere Jahrzehnte wurden alle Schüler von der 1. bis zur 8. Schulstufe, dann von der 1. bis zur 4. Schulstufe von einem Lehrer zur selben Zeit im gleichen Klassenzimmer unterrichtet.

Lehrer Franz Mang unterrichtete von 1945-47 fast 20 Schüler.
Unter Rudolf Kathrein sank im Schuljahr 1947/48 die Schülerzahl auf 7 Schüler ab.
Vom Herbst 1948 bis Sommer 1952 hielt Lehrer Anton Ziegler den Unterricht.
Von Herbst 1952 bis Juni 1955 wurden die Fendler Schüler von Herrn Pfeifer Josef herangebildet.
Im Schuljahr 1955/56 unterrichtete Lehrer Rieder 16 Fendler Kinder.
Herr Pfeifer Josef meldete sich im Herbst 1956 wieder zurück und hielt an der einklassigen Schule Unterricht bis Sommer 1963.
Von einem sonderbaren Ferienerlebnis berichtete der Schulmann am 22. August 1959 in der Chronik, als er hohen Besuch aus der Bundeshauptstadt erhielt.
Er schrieb: „Zu unserer Überraschung besuchte uns ganz unerwartet Bundeskanzler Raab!"

Frau Hertha Nutz übernahm die Bergschule in Fendels als Schulleiterin im Schuljahr 1963/64, an der sie bis Juni 1974 unterrichtete. Nachdem im März 1972 nach einem Großbrand, der den Ortskern von Fendels in Schutt und Asche gelegt hatte, 36 Einwohner (darunter 14 Kinder) obdachlos waren, galt es, vorerst die Not durch Sach- und Geldspenden zu lindern.

Besonderer Dank für die großzügigen Spenden, so war in der TT vom 16.01.1973 zu lesen, gebührt nicht nur den freigiebigen Firmen, sondern vor allem auch Frau OSR Hertha Nutz, die sich um das Zustandekommen der Aktion sehr verdient machte.

Ab dem Schuljahr 1974/75 unterrichtete  VD Peter Zegg die Schüler an der einklassigen Volksschule. Er leitete die Schule bis 2011. Im Schuljahr 1976/77 sank die Schülerzahl auf ein gutes Dutzend ab. Im Schuljahr 1979/80 sank der Schülerstand auf 9 Schüler ab.

Im Juni 1982 beehrte und der hochwürdige Herr Bischof Dr. Reinhold Stecher.

Die Fendler Volksschüler haben immer wieder ihr musikalisches und theatralisches Können unter Beweis gestellt, wenn es darum ging, Weihnachtsfeiern, Muttertagsfeiern oder Messfeiern zu umrahmen.

Ein Höhepunkt war die Einladung des Österreichischen Jugendrotkreuzes im November 1986, beim Christkindleinzug am 4. Adventsonntag in Innsbruck mitzuwirken. Vom Balkon des Landhauses aus verfolgten wir den Christkindleinzug, der von der Altstadt kommend durch die Maria Theresienstraße zum Landhaus zog. Anschließend sangen wir im Landhaus vor den versammelten Ehrengästen Weihnachtslieder.

Ein weiterer Höhepunkt war im Herbst 1990 die Einstudierung der Fendler Jugendmesse („Jesus, in deinem Namen ...“). Die Texte stammen von Ingrid Knoppek, komponiert wurde sie von HOL Hubert Marth, der diese Messe meinen Schülern und mir gewidmet hat.Im Jänner 1991 wurde sie in der Fendler Kirche uraufgeführt.
Im Frühjahr wurde die Jugendmesse im Tonstudio (500 Kass.) aufgenommen.Im Schuljahr 1994/95 wurde die Volksschule erstmals einklassig geteilt geführt, d.h., die Unterrichtsfächer Deutsch und Mathematik wurden auf der 1.+2. und auf der 3. + 4. Schulstufe getrennt unterrichtet. Frl. Edith Berger, eine frischgebackene Lehrerin, wurde mir beigestellt.
Im Schuljahr 1995/96 wurden 19 Schüler im eben fertiggestellten neuen Schulgebäude unterrichtet.
Im Schuljahr 1996/97 wurde unsere Schule erstmals mit 24 Schülern zweiklassig geführt. Nach vier Unterrichtsjahren sank die Schülerzahl wieder ab, sodass in den Schuljahren 2000/01 – 2001/02 wieder einklassig geteilt unterrichtet werden musste.
Im Schuljahr 2002/03 wurde unsere Schule mit 20 Schülern wieder zweiklassig geführt.

Seit dem Schuljahr 2003/04 bis zum laufenden Schuljahr 2007/08 sind wir wieder einklassig geteilt mit 21 Schülern.

Am Ende des Schuljahres 2005/06 verabschiedete sich Fr.Edith Wassermann ( Berger ), da sie in den Mutterschutz kam.

Mit Beginn des Schuljahres 2006/07 wurde mir Fr. Sandra Lenhart-Zegg als Lehrerin zugeteilt, die uns mit Beginn der Weihnachtsferien wieder verließ, da auch sie in den Mutterschutz kam.

Von Anfang Jänner 2007 bis Juli 2008 unterstützte mich Fr. Barbara Kautz aus Imst.

Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 kam Frau Edith Wassermann wieder an unsere Schule zurück.

Im Schuljahr 2009/10 wurde uns, nachdem Frau Wassermann wieder ins Beschäftigungsverbot kam, Herr Norbert Fink zugewiesen.

Leider sank im Schuljahr 2010/11 bei uns die Schülerzahl weiter auf 11 Schüler ab und bewirkte, dass wir nur mehr rein einklassig sind.

Frau Clarissa File aus Fließ wurde im Schuljahr 2010/11 mit 8 Wochenstunden unserer Schule zugeteilt. Sie unterrichtet die Fächer Bewegung und Sport, Religion, Musikerziehung, Musikalisches Gestalten und Werken.

Nach 39 Lehrerjahren und davon 37 Jahren in Fendels verabschiede ich mich als Lehrer und Schulleiter mit Ende des Schuljahres 2010/11 und wünsche meinen Nachfolgern Frau Bacher Ruth (Schulleiterin) und Fr.

File Clarissa (Klassenlehrerin) alles Beste!

OSR Zegg Peter

          

Bundeskanzler Julius Raab in Fendels                           Fendler Schulkinder im Landhaus

01.09.2011: VD Ruth Mangott übernimmt die Schulleitung. Erstmals sind die Funktionen: Schulleiter/Klassenlehrer getrennt, da Fr. Mangott auch die VS Prutz leitet.

                   Klassenlehrerin: BEd Clarissa File aus Fließ